Dein Körper, deine grenzen
Während des Tätowierens ist dein Körper durch das Verletzen der Haut, über einen bestimmten Zeitraum im Stress-Modus -auch wenn Du in dem Moment mehr Euphorie als Stress spürst- und dein Immunsystem wird aktiviert, bzw. arbeitet. Deswegen fangen viele Menschen während des Tätowierens an zu frieren und einige fühlen sich nach dem Tätowieren erschöpft oder haben sogar Grippesymptome.
Wie lange man es aushalten kann, tätowiert zu werden, ist vom Motiv abhängig und von Person zu Person unterschiedlich. Und wie lange Du das aushalten kannst oder magst, liegt allein bei dir.
Bei jeder Tattoo-Session (vor allem bei langen Sessions) ist es wichtig, auf deinen Körper zu hören – Pausen zu machen oder die Session abzubrechen, wenn es zu viel wird.
Ein Tattooprozess ist mehr als nur Tinte unter die Haut bringen. Es ist ein Vertrauensprozess, bei dem deine körperliche Unversehrtheit eingegriffen wird. Sprich deine Grenzen klar an. Es ist weder schwach, noch in irgendeiner Art und Weise beschämend, wenn Du Deine körperliche Grenze erreicht hast. Deine Gesundheit und dein Wohlergehen haben hier Priorität und jeder Artist sollte Verständnis und Respekt für deine Bedürfnisse und Grenzen haben.
Und wenn deine Persönliche Grenze als Argument nicht reichen sollte, um eine Sassion zu beenden, dann kommt hier ein weiteres:
Sobald dein Körper seine Belastungsgrenze erreicht hat, wollen deine Hautzellen keine Tinte mehr aufnehmen. Die Haut macht dann zu und das kann sich negativ auf das abgeheilte Ergebnis auswirken. Farbe kann rausfallen oder die Haut wird so stark beschädigt (wenn dein Artist diese offensichtliche Grenze nicht achtet), dass merkbare Vernarbungen entstehen können.
17.02.2025
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